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Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben, mit viel Liebe und Arbeit im Detail den Fischbestand von einzelnen, unterschiedlichen Biotopen in unseren Schaubecken nachzubilden und dort exemplarisch einige dort heimische Fischarten in ihren lebensnah nachgebildeten Habitaten der Öffentlichkeit vorzustellen.

Sie können einige der weltweit vorkommenden Biotope bei einem Rundgang durch unsere Anlage kennenlernen. Der virtuelle Rundgang über diese Seite ersetzt auf keinen Fall die persönlichen Eindrücke,  die sie bei einem wirklichen Besuch erhalten können.

Sie finden die Biotope in der Orangerie des botanischen Gartens Duisburgs beginnend mit den Schaubecken auf der rechten Seite:

01 Biotop Ostafrika – Kyogasee
Dieses Aquarium  ist dem Biotop des Kyogasee, der sich mit einer Fläche von ca. 1.720 km² im Herzen von Uganda befindet, nachempfunden. Bei einer Höhenlage von 1.034 m, einer mittleren Tiefe von ca. 5,7 m und einer Länge von ca. 200 km gehört er mit zu den größten ostafrikanischen Seen, welcher, wie viele andere auch, aus flachen, häufig versumpften Wasserflächen besteht. Die dortigen Flächen und Uferregionen sind meist von Wasserlilien, Papyrus und Wasserhyazinthen bewachsen. 46 endemische Fischarten wurden bisher hier nachgewiesen. Eine dieser Arten ist der Astatotilapia latofasciata [Haplochromis latifasciatus], der neben dem Kuckucks-Fiederbartwels [Synodontis petricola] und der Dreipunktbarbe [Barbus trsipilos] in diesem Becken gezeigt wird.

 

 

 

02 Biotop Ostafrika – Tanganjikasee
Dieses Aquarium bildet das Biotop des Tanganjikasee, der bei einer Fläche von ca. 32.900 km² südöstlich des Viktoriasees liegt, nach. Bei einer Höhenlage von ca. 773 m und einer mittleren Tiefe von ca. 570 m erstreckt er sich über eine Länge von ca. 673 km zwischen dem Victoriasee und dem Malawisee. Aufgrund des hohen PH Wertes und des Mineralsalzgehaltes findet man hier eine große Anzahl endemischer Fischarten, insbesondere viele Barsche und Welse.
So finden sich in diesem Becken eine kleine Auswahl der vielen Arten, bestehend aus dem Vielpunkt-Kuckuckswels [Synodontis multipunctatus], dem Felsen-Fiederbartwels [Synodontis petricola], dem Blauen Fadenmaulbrüter [Ophthalmotilapia ventralis],  dem Perlhuhn-Nanderbarsch [Altolamprologus calvus] und den Blauen Heringscichliden [Cyprichromis Leptosoma].

 

 

03 Biotop Westafrika I
Über das westliche Gebiet von Afrika erstrecken sich eine Vielzahl von kleineren Gewässern, die aufgrund der besonderen klimatischen Beschaffenheit und den z. T. trockenfallenden Gewässern besondere Fischarten beheimaten. Dazu gehören die in diesem Becken gezeigten  Killifische [Aphyosemion celiae], der gebänderte Prachtkärpfling [Chromaphyosemion bivittatum] und der Streifenhechtling [Aplocheilus lineatus].

 

 

04 Biotop Westafrika II
In diesem Becken werden  weitere Arten von afrikanischen Welsen, Barschen uns Salmlern gezeigt, wie sie in den  weiteren Seen heimisch sind. Dazu zählen der Buckelkopfbuntbarsch (Steatocranus casuarius), der Juwelen- oder Lifalilisbuntbarsch (Hemichromis lifalili), der rückenschwimmende Kongowels (Synodontis nigriventris), der blaue Kongosalmler (Phenacogrammus interruptus) und der Perlhuhnwels [Synodontis angelicus].

 

 Auf der linken Seite des Ganges befindet sich: 

 05  Biotop Südamerika
In diesem Pallandarium wurde das Stromgebiet des Mississippi Flusses nachgebildet, wie er und die anderen Flüsse auch in den Golf von Mexiko münden. Der hier lebende gefleckte Knochenhecht [Lepisosteus oculatus] kann bis zu 1,20 m lang und 4,5 kg schwer werden.  Er ist ein typischer Einzelgänger und sieht die sich im Becken befindlichen weiteren Fische als Futter an.


06 Biotop Asien I
Zu  den weiteren unterschiedlichen Biotoparten gehören auch die Seen und Gewässer, wie sie in Asien zu finden sind. Dort sind eine Vielzahl von Labyrinthfischen, Barbenarten und Welsen heimisch.
In diesem Becken leben neben dem Mosaikfadenfisch [Trichopodus leerii], die Denisonbarbe [Sahyadria denisonii] und der punktierte Flossensauger [Gastromyzon punctulatus].

 

07 Biotop Asien II
In diesem Becken leben weitere Arten der Biotope Asiens wie die Keilfleckenbarbe [Rasbora heteromorpha], der Celebes Sonnestrahlfisch [Marosatherina ladigesi],  der Glaswels [Kryptopterus minor], der Schleier- Antennenwels L144 [Ancistrus yellow], der Feuerschwanz-Fransenlipper [Epalzeorhynchos bicolor] und Zwerggarnelen [Yellowfire Garnelen].

 

Im angrenzenden Gang auf der rechten Seite befinden sich das

08 Biotop Indonesien
In den Biotopen von Indonesien leben eine Vielzahl von Fischen, die sich auf eine besondere Art der Futtersuche spezialisiert haben. Dazu gehört z.B. der in diesem Becken lebende  Schützenfisch [Toxotes jaculatrix], der sich mit einem gezielten Wasserstrahl Insekten von Pflanzen  „schießt“. Weitere Arten wie der Feuerstachelaal [Mastacembelus erythrotaenia], der Tausenddollarfisch [Chitala ornata], die Prachtschmerle [Chromobotia macracanthus] und die Rötliche Saugbarbe oder Kangalfisch [Garra rufa] leisten den Schützenfischen hier im Becken Gesellschaft.


 

09 Biotop Mittelamerika – Amazonasgebiet
Obwohl diese Biotope überwiegend Raubfische beheimaten, die durchaus eine stattliche Größe und Alter erreichen können, leben in diesem Becken der gemeine Süßwasserstechrochen [Potamotygon orbignyi], der Pfauenaugenbuntbarsch [Astronotus ocellatus], der Haken-Scheibensalmler [Myleus rubripinnis], der Skalar oder Segelflosser [Pterophyllum scalare], der Wabenschilderwels [Pterygoplichthys], der Elfenwels [Acanthicus adonis], der Augenfleckenbuntbarsch [Heros severus], der Harnischwels [Hemiancistrus subviridis] und der Liniendornwels [Platydoras armatulus] friedlich zusammen.

 

Auf der linken Seite die Biotope:

10 Biotop Deutschland NRW – Die Ruhr
In diesem Becken wurde ein Biotop des ursprünglichen Ruhrlaufs, wie es vor um ca. 100 Jahren ausgesehen hat, nachgebildet. So finden sich hier neben den fast ausgestorbenen Edelkrebsen [Astacus-astacus] noch weitere heimische Fischarten wie der Bitterling [Rhodeus sericeus armarus] , die Karausche [Carassius carassius], der Gründling [Gobio gobio] und die Rotfeder [Scardinius erythrophthalmus].
Durch den Rückgang der Industrie wurde die Wasserqualität kontinuierlich verbessert, so dass mittlerweile in ehrgeizigen Projekten die Wiederansiedlung von vormaligen vorhandenen und derzeit nicht mehr nachgewiesenen Fischarten versucht wird.

 
11 Biotop Nordamerika
Die Biotope Nordamerikas sind in der Regel Flüsse und Gewässer mit niedrigen Temperaturen. So wurde dieses Biotop als sogenanntes Kaltwasserbecken nachgebildet. Hier findet die   Regenbogen-Elritze [Notropis chrosomus] auch als Rainbow Shiner [Notropis chrosomus] inmitten einer stetigen Strömung das nötige Umfeld für ihre Art. Ihre ursprüngliche Heimat sind die US-Staaten Georgia, Alabama und Tennessee.