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Ringelnatterprojekt

Die Ringelnatter (Natrix natrix) ist eine der bekanntesten einheimischen Schlangenarten, die in ganz Europa weit verbreitet ist.

Ein deutliches Erkennungsmerkmal sind zwei gelb gefärbte, halbmondförmige Flecken am Hinterkopf, die sich deutlich absetzen von dem ansonsten von hell bis dunkelgrau gefärbten Schuppenkleid der Schlange.

Männliche Ringelnattern erreichen etwa 75 cm Länge werden, während die weiblichen Ringelnattern bis etwa 1 Meter Länge erreichen können.

Die Schlangen leben meist in der unmittelbaren Nähe eines Gewässers. Sie sind hervoragende Schwimmer und machen so Jagt auf Amphibien.

Der Städtebau und die Trockenlegung vieler kleinerer Gewässer und der Rückgang von Überschwemmungsgebieten schränken den Lebensraum der Ringelnatter stark ein.  

Mit der Förderung der Stiftung Umwelt und in Kooperation mit der BiologischenStation Westliches Ruhrgebiet ( BSWR ) initiierte der Zoo Duisburg das Natur- und Artenschuzprojekt zum Schutze der Ringelnattern.

Die Ziele des Projektes bestehen darin

  1. --den Bestand zu erfassen
  2. -den freilebenden Bestand zu stärken
  3. -geeignete Habitate unter Schutz zu stellen
  4. -Steigerung des Bestandes durch künstliche Aufzucht und Auswilderung
  5. -Einbinden und Information der Bevölkerung
  6. -Dokumentation und aktualisierung der Verbreitungskarte

Für die Zucht der Ringelnatter wurde im Zoo Duisburg eine Aufzuchtstation errichtet. Im Frühjahr wird eine festgelegte Anzahl trächtiger Weibchen im Freiland aufgespürt und in die Zuchtstation überführt. Nach erfolgter Eiablage werden die Tiere am Fundort wieder ausgesetzt.

Die Gelege werden in Inkubatoren des Zoos bebrütet. Nach dem Schlupf verbleiben die Jungschlangen ca. zwei Jahre in der Aufzuchtstation, so dass sie bei der darauf folgenden Auswilderung als ausgewachsene Tiere gute Überlebenschancen haben.

Einige der jungen Ringelnattern wurden zeitweise durch Mitglieder der Gesellschaft für Aquarienkunde e.V. während ihrer ersten Lebenswochen und Monate versorgt.

In einem vor kurzem hinzu bekommenen Raum im Botanischen Garten Duisburg-Hamborn sollen Landschaftsterrarien entstehen in denen eine weitere Aufzucht gelingen kann.


Mit diesen verschiedenen Maßnahmen können nicht nur wertvolle wissenschaftliche Daten der Schlangen gewonnen werden, sondern es kann zudem der Wildbestand deutlich aufgestockt werden, um hiermit ein Überleben der Ringelnatter auch im vom Menschen dicht besiedelten Ruhrgebiet zu garantieren.